Portugiesischer Real
Geschichte des portugiesischen Real
Der silberne Real im Wert von 10 Soldi wurde 1380 von König Ferdinand I. eingeführt. Der Name leitet sich vom lateinischen nummus regalis („königliche Münze“) ab und stand bereits in engem Zusammenhang mit der iberischen Tradition des kastilischen Real.
Unter Johann I. wurde der Real branco („weißer Real“) eingeführt, der zur offiziellen Rechenwährung des Königreichs Portugal wurde. Neben ihm zirkulierte auch der Real preto („schwarzer Real“) aus Kupfer mit geringerem Wert. Im Laufe der Frühen Neuzeit entwickelte sich der Real zur zentralen Währungsgrundlage Portugals und seines weltumspannenden Kolonialreichs.
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden Münzen in Kupfer, Silber und Gold in zahlreichen Vielfachen und Unterteilungen der Réis geprägt. Nach der Dezimalisierung im Jahr 1837 blieb das System weiterhin auf den Réis begründet, bis der Real 1911 im Zuge der Ausrufung der Republik durch den Escudo abgelöst wurde.
Der portugiesische Real bildet somit das historische Bindeglied zum Verständnis sowohl der Münzgeschichte Portugals als auch der späteren Verbreitung des Real im gesamten lusophonen Raum, insbesondere in Brasilien.